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Notar verliest den Vertrag zum Kauf einer EigentumswohnungDie Übertragung einer Eigentumswohnung erfolgt in zwei Schritten:
1. Der Kaufvertrag wird vor einem Notar unterschrieben.
2. Anschließend erfolgt die eigentliche Eigentumsübertragung.

Der Kauf einer Eigentumswohnung muss in Deutschland zwingend vor einem Notar erfolgen, da beim Erwerb einer Eigentumswohnung immer auch ein Miteigentum an Grund und Boden erworben wird und somit eine Eintragung in das Grundbuch erfolgt.

Das Grundbuch ist ein bei Amtsgerichten bzw. Grundbuchämtern geführtes Register, in dem die Rechts- und Eigentumsverhältnisse eines Grundstücks verzeichnet sind. Weitere Informationen zum Aufbau des Grundbuches finden sie hier. Wenn sie mehr zum Thema Eintragung von Rechten, Pflege und Grundbuchlöschungen erfahren möchten, schauen sie hier nach.

Diese Informationen stehen im Grundbuch

  1. Angaben zur genauen Lage,
  2. der Nutzungsart,
  3. der Größe,
  4. Angaben zum Eigentümer,
  5. Belastungen, Beschränkungen und Erbbaurechte,
  6. Eintragungen der Grundpfandrechte, Hypotheken und Grundschulden.

Da von einem bei einem Notar geschlossenen Kaufvertrag nicht mehr zurückgetreten werden kann, ist es wichtig, dass alle offenen Fragen vor Unterschrift geklärt sind.

  • Steht die Finanzierung (schriftliche Zusage der Bank!)?
  • Herrscht Klarheit über den Zustand der Eigentumswohnung?
  • Liegen alle Pläne und Baubeschreibungen vor?
  • Ist der Verkäufer auch als Eigentümer im Grundbuch vermerkt?
  • Stimmen die Quadratmeterangaben der Wohnung im Grundbuch mit den Realitäten überein?
  • Bestehen Baulasten?
  • Liegen Teilungserklärung, Gemeinschaftsordnung, Protokolle der Eigentümerversammlungen und die letzten Hausgeldabrechnungen vor?
  • Wurde die Teilungserklärung mit den realen Gegebenheiten vor Ort abgeglichen?

Wenn Sie den Mieter "mitkaufen"

  • Wurden Mietvertrag und Betriebskostenabrechnungen der letzten Jahre geprüft? Viele alte Mietverträge sehen Ausschlüsse bei der Umlage der Betriebskosten vor.
  • Erfolgten die Mietzahlungen bisher pünktlich und vollständig?
  • Hat der Mieter die Miete aktuell gemindert? Wenn ja, warum?
  • Bestehen sonstige Rechtstreitigkeiten?
  • Gibt es eine Mietsicherheit? Wenn ja, wie wurde die Mietkaution angelegt?
Sind die oben genannten Punkte geklärt und der Kaufvertrag wurde unterschrieben, sollte der Käufer gleichzeitig durch den Notar auch eine sogenannte Auflassungsvormerkung in das Grunduch eintragen lassen. Mit dieser Vormerkung im Grundbuch wird dokumentiert, dass sich Käufer und Verkäufer über den Verkauf der Eigentumswohnung geeinigt haben, ein weiterer Verkauf der Immobilie durch den Verkäufer ist somit nicht möglich. Dies kann wichtig sein, da die Umschreibung des Grundbuchs auf den neuen Eigentümer einige Wochen dauern kann. Die Auflassungsvormerkung im Grundbuch schützt den neuen Eigentümer somit auch vor jedem Zweifel am Eigentumsübergang.


Nur durch den Abschluss des Kaufvertrages wird der Käufer noch nicht Eigentümer der Wohnung. Durch den Kaufvertrag verpflichtet sich der Verkäufer lediglich, dass Eigentum auf den Käufer zu übertragen. Erst

  1. die Eintrag des Eigentumswechsels im Grundbuch,
  2. die Eintragung der Auflassungsvormerkung und
  3. die Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamtes,

macht aus einem Wohnungskäufer einen Eigentümer.

Die Abwicklung der Kaufpreiszahlung

Die Zahlungsabwicklung erfolgt meist über den Notar. Dies geschieht dadurch, dass Käufer und Verkäufer dem Notar einerseits die Vollmacht erteilen, die Umtragung der Eigentumswohnung im Grundbuch erst dann zu beantragen, wenn der Kaufpreis gezahlt wurde und andererseits die Umschreibung dann erfolgen muss, ohne dass der Verkäufer dies stoppen kann. Auf diese Weise werden Käufer und Verkäufer geschützt. 

 

Mietrecht

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