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WEG-Verwalter - Wechsel der Unternehmensform

Ein Hausverwalter sitzt am Schreibtisch§ 26 Abs. 1 Satz 1 WEG ist eine klare Regelung, die eigentlich keine Fragen offenlässt: „Über die Bestellung und Abberufung des Verwalters beschließen die Wohnungseigentümer mit Stimmenmehrheit.” Was passiert jedoch, wenn sich auf der Verwalterseite etwas ändert? Aus dem Einzelunternehmen wird eine GmbH, Sohn oder Tochter des WEG-Verwalters übernehmen die Firma des Vaters. Bleibt dann die Verwalterbestellung bestehen, endet sie automatisch oder muss eine Neubestellung des Verwalters erfolgen?

 

 

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Ein Leser: Sehr hilfreich, hat mir doch sehr geholfen bei unserer ersten Eigentümerversammlung. Einfach zu verstehen, alles sehr gut und verständlich geschrieben. Als neuer Eigentümer einer Wohnung ist man Laie, da kann man sich doch schon sehr viel Information holen. Kann ich sehr empfehlen.

 

Wir haben für Sie die häufigsten Fallkonstellationen zusammengetragen:

  • Die Tochter des Hausverwalters führt das Geschäft ihres Vaters weiter.
  • Ein Einzelunternehmer wechselt die Unternehmensform in eine GmbH.
  • Eine juristische Person überträgt ihren Kundenstamm (zum Beispiel durch Verkauf) auf eine andere juristische Person.
  • Zwei juristische Personen verschmelzen.
  • Eine GmbH bestellt einen anderen Geschäftsführer.

Die Tochter des Hausverwalters führt das Geschäft ihres Vaters weiter

Hier findet sich die Antwort im Gesetz, und zwar im Bürgerlichen Gesetzbuch. Denn bei einem Verwaltervertrag gelten die allgemeinen Regeln für die Geschäftsbesorgung und den Auftrag. Die Wohnungseigentümergemeinschaft beauftragt den Verwalter. Nach § 613 BGB muss der Verpflichtete im Zweifel den Auftrag persönlich leisten. Genauso wenig darf der Beauftragte die Ausführung des Auftrags eigenmächtig einem Dritten überlassen (§ 664 BGB). Soweit dies im Verwaltervertrag geregelt ist, kann ein Verwalter natürlich einzelne Aufgaben durch Dritte durchführen lassen und insoweit Untervollmachten erteilen. Dadurch ändert sich allerdings nicht die Verantwortlichkeit des bestellten Verwalters gegenüber der Wohneigentümergemeinschaft.

Ein Hausverwalter muss also zur Übertragung der Aufgaben auf den Nachfolger eine vorzeitige einvernehmliche Amtsentlassung mit den Wohnungseigentümern vereinbaren. Die Wohnungseigentümer können dann in einem neuen Beschluss den Nachfolger bestellen. Eine solche Neubestellung muss allein schon deshalb erfolgen, weil die Wohnungseigentümer ihr Vertrauen in persona übertragen. Die Wohnungseigentümer sind nicht verpflichtet, sich eine andere Person als Verwalter aufdrängen zu lassen. Dies gilt erst recht nicht dann, wenn ein Unternehmen seinen „Kundenstamm” an ein anderes Unternehmen verkauft.

| Hausverwaltung und Verwalterbestellung

| Eigentümerversammlung

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