Suche - Schlagwörter
Suche - Kategorien
Suche - Inhalt
Suche - Newsfeeds

Blumen- und Pflanzentröge auf Balkonen und Terrassen sind gemeinschaftliches Eigentum, soweit sie als begrenzende Einfassungen die Brüstung oder eine seitlich/vertikale Grenzmauer ersetzen (vgl. hierzu BayObLG, Beschluss vom 06.11.1986, 2 Z 98/86, dort zu Pflanztrögen auf einer Loggia; vgl. auch BayObLG, Beschluss vom 17.12.1993, 2Z BR 105/93, dort zu einer mehrheitlich zu beschließenden Bepflanzungsregelung auf Dachterrassen; LG Karlsruhe, Beschluss vom 01.06.1989, 11 T 85/89, dort auch zur Auslegung von Kostentragungsregelungen bei unwirksamer Zuordnung von Blumentrögen zum Sondereigentum).

Auch der Einbau einer Wasserenthärtungsanlage stellt eine zustimmungsbedürftige bauliche Veränderung dar. Das BayObLG führt aus, dass diese Anlagen die Zusammensetzung des Trinkwassers verändern und deshalb gesundheitliche Schäden im Einzelfall nicht ausgeschlossen sein können. Die insoweit nachteiligen Auswirkungen im Sinnde des § 14 Nr. 1 WEG machen die Zustimmung alle Eigentümer erforderlich (BayObLG, 19.01.1984, 2 Z 17/83). Nicht ganz so streng sah des das OLG Karlsruhe. Es muss im Einzelfall geprüft werden, ob die nachteiligen Wirkungen vermindert werden können, wenn die Anlage nur bis zu einem bestimmten Härtegrad betrieben wird (OLG Karlsruhe, 30.10.1998, 11 Wx 53/98).

Die Installation eines Klimagerätes am Außenfenster eines Schlafzimmers ist eine zustimmungsbdürftige bauliche Veränderung, wenn sie dadurch nicht unerheblich den Gesamteindruck des Gebäudes verändert (OLG Frankfurt, 01.04.1986, 20 W 99/86). Dies gilt auch, wenn hierfür eine Außenmauer durchbrochen wird (LG Krefeld, 03.11.1986, 6 T 33/86).

| Gemeinschaftseigentum

| Gemeinschaftseigentum

| Eigentümerversammlung

© 2019 Marsch Handelsgesellschaft UG (haftungsbeschränkt)
Cookies erleichtern die Bereitstellung der auf Webseiten angebotenen Dienste. Um den vollen Funktionsumfang einer Webseite zu nutzen sind Cookies oft zwingend notwendig.
Weitere Informationen Ok Ablehnen