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Was gehört in die Einladung zur Eigentümerversammlung?

Die Einberufung der Eigentümerversammlung hat schriftlich zu erfolgen (§ 24 Abs. 4 Satz 1 WEG), das Einladungsschreiben muss mindestens die folgenden Inhalte haben:

  • Vollständige Angaben des Namens und der Anschrift des Verwalters – also des Absenders
  • Vollständige Angaben zu Namen und Anschrift des Adressaten
  • Genaue Bezeichnung der Gemeinschaft (Ort und Straßenbezeichnung)
  • Ort der Versammlung
  • Datum und Uhrzeit der Versammlung
  • Tagesordnung der Eigentümerversammlung

Eventuelle Zusatzangaben

  1. Hinweis auf die Möglichkeit der Stimmrechtsübertragung
  2. Eventual- oder Wiederholungsversammlung

Es empfiehlt sich, in der Einladung die Eigentümer auf die Möglichkeit der Stimmrechtsübertragung aufmerksam zu machen. Sieht die Gemeinschaftsordnung vor, dass Stimmrechte nur auf Ehepartner, den Verwalter oder einen Miteigentümer übertragen werden dürfen, so sind derartige Beschränkungen zu berücksichtigen. Im übrigen kann der Eigentümer seine Vollmacht an jede Person erteilen. Hilfreich ist die Beilage eines Blanko-Vollmachtsformulars.

Beachten Sie eventuelle Vorgaben der Gemeinschaftsordnung

Nicht wenige Gemeinschaftsordnungen sehen zum Beispiel eine Einladungsfrist von drei oder vier Wochen vor. Diese Regelung hat Vorrang vor der gesetzlichen Einladungsfrist. Ist nach der Gemeinschaftsordnung eine Eventualeinberufung möglich, sollte/muss die Einladung mit Hinweis auf die entsprechende Vorgabe beispielsweise folgenden Hinweis enthalten: “Ist die Versammlung nicht beschlussfähig, so beginnt 30 Minuten später eine 2. Versammlung, welche auf jeden Fall beschlussfähig ist.”

 


So formulieren Sie die Einberufung zu Eigentümerversammlung

pdf| 4,50 Euro inkl. MwSt.

Mit der Einladung setzen Sie die Weichen für eine gelungene Eigentümerversammlung. Dabei sind einige formale Anforderungen zu beachten


 

Wer muss zu Eigentümerversammlung eingeladen werden?

  • Eigentümer: Einzuberufen sind alle Wohnungseigentümer, auch die im Einzelfall vom Stimmrecht ausgeschlossenen, denn auch sie sind berechtigt, sich an der Diskussion zu beteiligen. Nach der Rechtsprechung des BGH folgt das Stimmrecht dem Eigentum, das gemäß § 925 BGB durch Grundbucheintragung übergeht. Hat der Verwalter z.B. durch Veräußerung Zweifel, wem das Stimmrecht aktuell zusteht, so wird er möglicherweise alle Stimmberechtigten einladen, um eine Anfechtbarkeit der gefaßten Beschlüsse zu verhindern.
  • Konkursverwalter
  • Zwangsverwalter: Hat ein Eigentümer mehrere Wohnungen und fallen hiervon nur einige unter die Zwangsverwaltung, so ist der Eigentümer ebenfalls zur Eigentümerversammlung zu laden. Ihm steht nämlich bezüglich der Wohnungen, die nicht unter die Zwangsverwaltung fallen, ein anteiliges Stimmrecht zu (KG Berlin 12.07.1989, Az.: 24 W1063/89, WE 1989, 207).
  • Nachlassverwalter
  • Testamentsvollstrecker.

Die Einladungsfrist soll nach WoEigG mindestens zwei Wochen betragen (§ 24 Abs. 4 S. 2 WEG), eine Verletzung der Vorschrift macht die in der Versammlung gefaßten Beschlüsse jedoch nicht automatisch ungültig.

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