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Brexit wirkt auf Bauzinsen: Kredite bis Ende des Jahres günstiger

Für Anhänger der Europäischen Union, aber auch für Aktienbesitzer und Unternehmer in Europa war es zunächst ein Schock, als die Briten am 23. Juni sich mit einer knappen Mehrheit dafür entschieden, die Europäische Union zu verlassen. Hatten Finanzinvestoren damit gerechnet, dass sich eine Mehrheit für den Verbleib entscheidet, ging es am Tag nach der Abstimmung zehn Prozent in den Keller. Doch während Aktienbesitzer zumindest kurzfristig gesehen starke Einbußen hinnehmen mussten, gibt es auch durchaus Profiteure dieser Entwicklung. Denn direkt nach der Entscheidung fielen auch die Zinsen noch einmal, die sich ohnehin schon auf einem historisch niedrigen Niveau bewegten. Für private Verbraucher bedeutet dies, dass Kredite mindestens bis Ende 2016 noch einmal günstiger zu haben sind als bisher. Einige Experten spekulieren bereits, ob sogar Kredite zu null Prozent oder sogar zu negativen Zinsen zu erwarten sind. Hieraus ergibt sich auch die Frage: Lohnt es sich, dass günstige Niveau zu nutzen und Wohneigentum zu erwerben?

eu und britische fahneDie Entscheidung für den Brexit hat verschiedene Folgen für die Finanzwirtschaft. Aktuell können Häuslebauer davon profitieren.

Wodurch werden die Bauzinsen überhaupt beeinflusst?

Für den Verbraucher ist die Entwicklung der Zinsen kaum zu durchschauen und auch Experten tun sich schwer, die genauen Zusammenhänge zu verstehen und die Entwicklung richtig vorherzusagen. So wird bereits seit fünf Jahren von historisch niedrigen Zinsen gesprochen, die eigentlich nicht noch weiter fallen könnten. Doch stets wurden solche Prognosen von der Realität eingeholt und ein Ende der Entwicklung ist derzeit nicht in Sicht.

Grundsätzlich wirken verschiedene Faktoren auf die Entwicklung der Zinsen:

- EZB - Leitzins
- Wirtschaftliche Entwicklung
- Kreditnachfrage
- Nachfrage nach sicheren Anlagemöglichkeiten wie Anleihen oder Pfandbriefen

Einen sehr wichtigen Einfluss auf die Entwicklung des Zinsniveaus hat zunächst der Leitzins, der durch die Europäische Zentralbank festgesetzt wird. Die Sätze befinden sich derzeit auf sehr niedrigem Niveau. Hintergrund ist vor allem die aktuell niedrige Inflation im EU Raum, die durch Maßnahmen wie niedrige Zinsen dem Zielwert von zwei Prozent angenähert werden soll. Die Geschäftsbanken leihen sich ihrerseits Geld von der EZB zum Leitzinssatz und orientieren sich bei der Vergabe von Krediten an Unternehmen und Verbraucher an diesem Niveau. Darüber hinaus bildet sich der Zinssatz aber auch im Spiel der Kräfte am Markt. Eine starke positive wirtschaftliche Entwicklung und eine damit verbundene Nachfrage nach Krediten hätte eine Steigerung der Zinsen zur Folge.

Im Falle des Brexit wurde aber zunächst vor allem mit nachlassender wirtschaftlicher Dynamik und damit einer sinkenden Kreditnachfrage gerechnet, was auch die Zinsen weiter fallen ließ. Die Unsicherheit, die in der Folge herrschte, veranlasste Investoren außerdem dazu, möglichst sichere Anlageformen zu suchen. Eine starke Nachfrage nach als sicher geltenden Alternativen, insbesondere Anleihen oder Pfandbriefe übt zusätzlichen Druck auf die Zinsen aus. So fielen die Renditen von besonders sicher geltenden Staatsanleihen von Deutschland oder der Schweiz sogar in den negativen Bereich. Die Finanzminister dieser Länder können also praktisch mit Schulden Geld verdienen. So weit ist es bei den privaten Verbrauchern noch nicht, aber auch bei privaten Darlehen wurden noch einmal sinkende Zinssätze verzeichnet. Insbesondere Pfandbriefe zeigen eine wichtige Entwicklung auf, weil damit Baufinanzierungen besichert werden. Welche Möglichkeiten sich bei Baukrediten ergeben, soll im folgenden Abschnitt betrachtet werden.

Wann lohnt sich ein Baukredit wirklich und was sollte beachtet werden?

Auch wenn die Zinsen verlockend niedrig erscheinen, sollte nicht allein deshalb ein Kredit aufgenommen werden. Entscheidend ist immer die Frage, ob es sich um eine wirtschaftlich sinnvolle Investition handelt. Bei einem Baukredit sollte also sichergestellt werden, dass sich das Objekt in einer guten Lage befindet und in einem guten Zustand ist. Der Kauf einer Immobilie ist häufig eine Entscheidung, die sich auf das ganze Leben auswirkt, weshalb Die Entscheidung reiflich überlegt werden sollte. Von den günstigen Zinsen sollte sich dabei niemand zur Eile treiben lassen.

Darüber hinaus sollten Immobilienkäufer bzw. Bauherren damit rechnen, dass die Zinsen, die ihnen durch die Bank angeboten werden, auch von anderen Faktoren abhängig sind. Folgende Faktoren haben Einfluss auf die Höhe des Zinssatzes:

 Faktor  Auswirkung
 Eigenkapital  Zinssatz sinkt, je mehr Eigentkapital eingebracht wird
 Laufzeit  Zinssatz steigt mit längerer Laufzeit
 Tilgung  Bei hoher Tilgung wird ein niedriger Zinssatz geboten
 Einkommen  Je höher das Einkommen, desto niedriger der Zinssatz

Um einen möglichst günstigen Zinssatz zu bekommen, ist es zunächst von Vorteil, möglichst viel Eigenkapital einzubringen. Dies ist auch deswegen sinnvoll, weil es derzeit kaum attraktive Anlagealternativen gibt. Anstatt das Geld zu niedrigen Zinsen auf dem Tagesgeldkonto liegen zu lassen, sollte es als Eigenkapital eingebracht werden. Auch eine kürzere Laufzeit bringt niedrige Zinskosten mit sich. Allerdings sollten die Anleger bedenken, dass eine längere Laufzeit ein hohes Maß an Sicherheit verspricht. Wie hoch die Zinsen in fünf Jahren stehen, kann niemand voraussagen. Ein hohes Zinsniveau könnte dann die Anschlussfinanzierung sehr teuer machen. Darüber hinaus sehen es die Banken sehr gerne, wenn die Kreditnehmer zügig tilgen. Der niedrige Zins kann nach Vergleichs-Rechnungen auf www.Bauzins.org also dazu genutzt werden, die Tilgungsraten so hoch wie möglich anzusetzen. Auch dies macht eine Anschlussfinanzierung günstiger, da die Verbindlichkeiten nach einigen Jahren bereits deutlich vermindert wurden. Auch wer ein hohes und vor allem sicheres Einkommen vorweisen kann, kann mit günstigeren Zinsen rechnen. Entscheidend ist hier aber zunächst das freie Einkommen, welches für die Raten eingesetzt werden kann. Finanzierungen, die auf Kante genäht sind, werden tendenziell teurer.

Generell sind Kreditnehmer gut beraten, sich Angebote von mehreren Instituten einzuholen. Ein gründlicher Vergleich kann noch einmal günstigere Zinsen bringen, wobei sich auch kleinere Unterschiede über eine lange Laufzeit deutlich auswirken.

prozentzeichenWird es durch weiter sinkende Zinsen bald 0%-Finanzierungen beim Hauskauf geben?

Fazit – Günstige Voraussetzungen für Baukredite nach dem Brexit

Auch wenn der Brexit so manchen kalt erwischt hat, für Verbraucher, die mit dem Gedanken spielen, einen Baukredit aufzunehmen, sind die Auswirkungen durchaus positiv. Die Flucht vieler Anleger in sichere Anlagemöglichkeiten haben die Zinsen weiter fallen lassen, so dass auch Baukredite noch einmal günstiger geworden sind. Dies ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass ein Immobilienkauf wie jede wirtschaftliche Investition gründlich durchgerechnet und durchdacht werden sollte. Wird eine längere Laufzeit gewählt und die gesparten Zinsen in die Tilgung gesteckt, kann sich eine Investition ins Betongold durchaus lohnen.

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