Wenn die eigenen vier Wände locken - darauf müssen Käufer achten

Ein junges Paar plant die WohnungseinrichtungSteigende Mieten und günstiges Baugeld – das sind für viele Menschen Gründe genug, um sich den Traum vom eigenen Haus oder der eigenen Wohnung zu verwirklichen. Der Kauf einer Eigentumswohnung oder des eigenen Hauses ist dabei für die meisten ein einmaliger Schritt im Leben. Die Vorteile der eigenen vier Wände liegen auf der Hand:

  • Sie sind wertbeständig, auch in Zeiten schwankender Börsen.
  • Eine Immobilie schützt zudem vor Inflation, sie behält ihren Wert - auch wenn die Teuerungsrate steigt.
  • Steigende Mieten sind für Eigentümer passé.

Hauskauf

Je mehr Eigenkapital ein Käufer hat, desto niedriger werden die Zinsen. Ohne ein gewisses Grund- oder Eigenkapital, sollte sich niemand mit einem Immobilienkauf auseinandersetzen. Es sollte stets bedacht werden, dass der Tag kommen kann, an dem Zuschüsse (Baugeld, Kindergeld usw.) wegfallen, die Kreditraten steigen oder der Hauptverdiener arbeitslos wird.
Bestimmte Nebenkosten beim Hauskauf fallen immer an. Dazu gehören die Notargebühren, Grundbucheintragungen, Kreditkosten sowie die Grunderwerbssteuer. Und oftmals kommt noch die Provision eines Maklers hinzu. Welche Konditionen es für Immobilienkredite zurzeit auf dem Finanzmarkt gibt, lässt sich auf den Seiten von http://www.qomparo.de herausfinden. Mit wenigen Klicks können die Baufinanzierer verglichen werden.

Altbau

Mögliche Instandsetzungen beim Kauf eines Altbaus müssen sehr genau geprüft werden. Hier können neue Fenster, die Erneuerung der Fall- und Strangleitungen oder eine neue Hauselektrik notwendig sein. Soll das Dach instandgesetzt oder ausgebaut werden, sind die strengen Vorschriften der EnEv oder des Brandschutzes einzuhalten.
Oft unterschätzt werden eventuelle Schadstoffbelastungen. Völlig verkalkuliert hatte sich der Käufer eines Eigenheimes aus den frühen siebziger Jahren in Köln. Die Wohnräume waren mit den damals beliebten, aber asbesthaltigen Flexplatten verklebt. Der fachgerechte Ausbau, die Entsorgung und Reinigung der Räume kostete einen fünfstelligen Betrag, der nicht einkalkuliert war. Gerade bei Gebäuden im Bestand ist es ratsam in das Honorar eines sachverständigen Architekten investieren.
Möchten sie die Immobilie nur kurze Zeit selbst nutzen, sollten sie auch besonders auf die Lage achten. Ein Haus in einer schlechten Lage, das noch hohe Investitionen erfordert, kann schnell unwirtschaftlich werden.

Eigentumswohnung

Neben der Lage und dem Zustand der Immobilie ist bei einer Eigentumswohnung ist auch die Höhe der Instandhaltungsrücklage wichtig. Gerade wenn es sich um eine ältere Anlage handelt, sollte diese angemessen sein, sonst kann es ihnen passieren, dass die nächste Instandsetzung schon über eine Sonderumlage finanziert werden muss. Lassen sie sich die Protokolle der Eigentümerversammlungen zeigen. Sie geben Aufschluss über:

  • Die Stimmung innerhalb der Eigentümergemeinschaft
    Gab es viele Beschlussanfechtungen?
    Wie ist die Zahlungsmoral?
  • Laufen Entziehungsverfahren nach § 18 WEG?
  • Sanierungsbeschlüsse
    Werden notwendige Sanierungen durch Nichtbeschlüsse hinausgezögert?
    Stehen größere Sanierungen an?

Auch die „Betriebskosten“ der Eigentümergemeinschaft sollten kritisch betrachtet werden. Große Wohnanlagen besitzen in der Regel eine Tiefgarage, Aufzüge oder große Grünanlagen. Der Unterhalt dieser Gemeinschaftsflächen kostet viel Geld.

Hausbau

Sie möchten selbst bauen? Bei einem Neubau ist es angebracht, vorher den Bauvertrag prüfen zu lassen. Viele Bauverträge sind lückenhaft und beinhalten oft weitere versteckte Kosten – beispielsweise die Zahlung des Baustroms während der Bauzeit oder die Zahlung der Kosten für die Deponierung des Erdaushubs. Schlüsselfertig ist nicht immer schlüsselfertig.

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| Eigentümerversammlung

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